Wissenswertes über Altsheimer und Hilfe bei Demenz

By | 30. April 2016

Demenz – diese Erkrankung wird oftmals mit dem Ende eines selbstbestimmten Lebens gleichgesetzt. Rund 1,4 Millionen Menschen sind in Deutschland derzeit an Demenz erkrankt, wovon rund ein Drittel unter Alzheimer Demenz leiden. Vorsichtigen Schätzungen zufolge werden im Jahr 2020 1,8 Millionen Erkrankte liebevolle Hilfe und Unterstützung benötigen, bis zum Jahr 2050 werden es sogar 3 Millionen sein.

Demenz ist eine Erkrankung, die in der Bevölkerung mit viel Angst belegt ist. Die Erkrankten und deren Angehörigen erleben Isolation und Ausgrenzung und werden schrittweise aus dem alltäglichen Leben hinausgedrängt. Dabei ist es gerade für Demenzkranke enorm wichtig, weiterhin an den normalen Alltagsaktivitäten teilnehmen zu können, Sozialkontakte zu pflegen und angenehme und vertraute Tätigkeiten so lange es geht beizubehalten. Ältere, geriatrische Patienten, die aktiv am Leben teilhaben empfinden eine völlig neue Lebensqualität und können das Leben durchaus genießen. Pflegeeinrichtungen und Ärzte können durch spezielle geriatrische Tests die notwendige Unterstützung im Alltag feststellen.

Unterstützt durch vertraute Personen und einfache Planungshilfen kann der Alltag lange Zeit selbst strukturiert werden. Bewegung und Aktivität verlangsamen das Fortschreiten der Krankheit. Demenzkranke, die ihren Hobbys weiterhin nachgehen und so aktiv wie möglich sind, sind ausgeglichener, zufriedener und leiden in der Anfangszeit der Erkrankung weniger unter Ausfallserscheinungen. Das höchstmögliche Maß an Eigenständigkeit stärkt die Selbstachtung und schenkt dem Erkrankten Lebenszufriedenheit.

Medikamentöse Therapien, unterstützt von Gedächtnistraining, Erinnerungstherapien und Kreativangeboten verlangsamen wirkungsvoll das Fortschreiten der Demenz. Zudem ermöglichen sie den Erkrankten auch dann noch zu kommunizieren, wenn der Gebrauch der Sprache eingeschränkt ist. Geruchs-, Geschmacks- und Tastsinn bleiben bis zum Schluss erhalten – liebevolle Berührungen, geschmackvolles Essen und vertraute Gerüche sind für den Erkrankten deshalb wichtige Therapieansätze.

Erst im Spätstadium der Demenz, wenn auch einfachste Sachen vergessen werden und Unregelmäßigkeiten im Tagesablauf Panik auslösen können, benötigen die Erkrankten vollständige Pflege und Betreuung. Mag die Aussicht auf völliges Vergessen auch erschrecken, so weiß man heute, dass auch schwer an Demenz erkrankte Menschen ein subjektives Empfinden und ein differenziertes emotionales Leben haben. Gerade in dieser Phase gewinnt die nonverbale Kommunikation durch Nähe und Berührungen vertrauter Menschen an Bedeutung für die Lebensqualität der Erkrankten. Viele Demenzkranke genießen beispielsweise den entspannenden Aufenthalt in einem Snoezelraum sehr. Zahlreiche Altenpflegeeinrichtungen nutzen die angenehme Atmosphäre dieser Therapiezimmer mit ihren angenehmen Lichteffekten, Düften und Melodien, um die Sinne der Erkrankten in einer angenehmen Atmosphäre anzuregen.

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